Zweiter Platz – Innovation schafft Chancen Award 2018: Metallbau Sonnleitner e.U.

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Zweiter Platz – Innovation schafft Chancen Award 2018: Metallbau Sonnleitner e.U.

by Alexander Billasch

by Alexander Billasch

Mit SINDA nie wieder Werkzeug suchen – denn „Jeder weiß wo der Hammer hängt;)“

Lieber Herr Sonnleitner,
Gratuliere zum zweiten Preis des Innovation Awards 2018!
Was ist Ihre Vision die mit der Innovation einhergeht?

Suchzeit und Werkzeugschwund zu minimieren.

Bitte stellen Sie sich und Ihren Werdegang mit ein paar kurzen Worten vor!

Ich habe an der HTL St. Pölten im Zweig Wirtschaftsingenieurwesen 2011 maturiert und war seither ständig im elterlichen Betrieb beschäftigt. Daneben studierte ich an der TU Wien (Wirtschaftsingenieurswesen, abgebrochen) und zur Zeit Smart Engineering an der FH St. Pölten (noch nicht abgeschlossen).

Welche Position nehmen Sie persönlich derzeit in Ihrer Firma und innerhalb des gekürten Innovationsprozess ein, und wer ist für die anderen Bereiche zuständig?

Meine derzeitige Position: Juniorchef, dementsprechend auch für die Aufgaben dessen verantwortlich: Management, Personalführung, Innovationstreiber und speziell im Fall von SINDA auch im Verkauf.

Es gab so viele unterschiedliche Innovationen bei der Bewerbung für den Award. Welcher Art ist die Innovation von SINDA?

Produkt- und Organisationsinnovation

Welcher Need ging der Innovation voraus?  Welches Problem löst die Innovation?

Die Projektidee lässt sich idealerweise anhand des zu lösenden Problems erörtern. Arbeiten mehrere Personen mit einem gemeinsamen Pool an „Werkzeugen“, so ergibt sich jenes altbekannte Übel:

Bei nicht gegebener Disziplin auch nur einer Minderheit, kommt es nach kurzer Zeit zum Verschwinden von Geräten, zu Beschädigungen mit unbekannter Ursache, zu Unordnung in den verwendeten Werkzeugkisten und -kästen etc. Selbst bei durchgängig sehr disziplinierten MitarbeiterInnen ist es einer Person nicht ohne weiteres möglich, ein gewisses Werkzeug aufzufinden, wenn es sich nicht am vorgesehenen Lagerplatz befindet. Diese Probleme lassen sich auch kaum durch „noch mehr Werkzeug“ verhindern, weil dies das Chaos eher noch vergrößert. Wirtschaftlich gesehen stellen oft nicht die Kosten der unauffindbaren Werkzeuge, sondern die auflaufenden Such- und Wartezeiten das wirkliche Problem dar. Häufig werden auch ungeeignete Alternativen zum eigentlichen Werkzeug verwendet, was ein hochwertiges Arbeiten unmöglich macht.

Beschreiben Sie bitte Ihre Innovation.

Die wesentlichen Eckpunkte der realisierten Idee sind:

  • für jedes einzelne Werkzeug wird eine Ausnehmung hergestellt, in die es eindeutig passt. Einerseits soll nur genau das eine Werkzeug passen, andererseits soll auch die genaue Lage und Orientierung des Werkzeugs selbst soweit möglich festgelegt sein. Die Ergonomie ist dabei natürlich auch zu beachten.
  • Unter jedem Werkzeugplatz ist ein Sensor befestigt, der das Vorhandensein des Werkzeugs überwacht.
  • Die Werkzeuge und Werkzeugplätze sind eindeutig beschriftet, um jeden Zweifel über die Zusammengehörigkeit auszuschließen.
  • Die Informationen über das Vorhandensein der einzelnen Werkzeuge werden über eine zentrale Steuereinheit erfasst.
  • Die Steuereinheit ist an eine Personenidentifikation gekoppelt, z.B. mittels persönlichem Code, Fingerabdruck, elektronischem Schlüssel etc.
  • Die Werkzeuge sind jederzeit frei zugänglich und die Entnahme ist mechanisch nicht blockiert.
  • Für eine gewöhnliche Entnahme muss sich der Benutzer beim System anmelden, sodann kann er beliebige Werkzeuge entnehmen und auch wieder zurückgeben. Nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit wird dieser vom System wieder abgemeldet. Alle Entnahmen während dieser Zeit werden protokolliert und am elektronischen Konto des Nutzers verbucht. Auf einem Bildschirm ist klar erkennbar, wer gerade welches Werkzeug ausgeborgt hat.
  • Der Nutzer allein ist ab der Entlehnung für das Werkzeug verantwortlich. Er kann sich z.B. bei Verlust oder Beschädigung nicht auf Dritte berufen, selbst wenn er es zwischenzeitlich weiterverborgt hat.
  • Wird ein Werkzeug entnommen, obwohl niemand im System angemeldet ist, so wird eine abschreckende Gegenmaßnahme aktiv. Dies kann z.B. eine Warnlampe, Hupe, SMS an den Vorgesetzten, Auslösen einer Fotokamera etc. sein.
  • Die Rückgabe von Werkzeugen kann auch jederzeit ohne Anmeldung im System erfolgen. In diesem Fall wird nur die Zeit protokolliert und der entsprechende Eintrag im Benutzerkonto gelöscht.
In welchen Aspekten ist die Innovation anderen überlegen?

In der Einfachheit der Benutzung. Es ist keine Umstellung der Bediener nötig und keine zusätzlichen Handgriffe! Man kann es mit „deppensicher“ umschreiben.

Kann der Kunde das Produkt einfach ausprobieren und den Nutzen der Innovation einfach erleben? Gibt es Betriebe, wo man das System besichtigen kann?

Ja. In unserer Firma in Böheimkirchen ist das jederzeit möglich! 

Welchen Aufwand bedeutet es für potentielle Kunden auf die Innovation zu wechseln?

Der Kunde muss sich vor Bestellung genau überlegen welche Werkzeuge / Gebrauchsgegenstände er im Schrank haben möchte. Denn ein nachträglicher Umbau ist möglich, aber mit erhöhtem Aufwand verbunden.

Wo stehen Sie gerade mit Ihrer Innovation? Gibt es diese schon am Markt und was sind die nächsten Schritte?

SINDA ist bereits am Markt und jederzeit käuflich zu erwerben, jedoch blieb der Erfolg bis dato aus. Es ist bereits eine Weiterentwicklung in Arbeit welche die Ersteinrichtung und auch eine nachträgliche Erweiterung massiv erleichtern wird. Außerdem wird SINDA dadurch günstiger in der Herstellung und dadurch erschwinglicher.

Wie würden Sie den Nachhaltigkeitsgrad der Innovation beschreiben?

Sehr nachhaltig da der Gebrauchsgegenstand

  1. in besserer Qualität (sauber, in gutem Zustand) und
  2. länger (da nicht so oft verloren / „gestohlen“)

zur Verfügung steht.

Außerdem gibt es deutliche Einsparung der Mitarbeitersuchzeit!

Was würden Sie als Größte Hürde/Herausforderung am Weg zu Ihrer Innovation bezeichnen?

Finanzieller Aufwand und Akzeptanz der Mitarbeiter.

Sie haben mit der Innovation einen ganztägigen Innovationsworkshop gewonnen – Was erwarten Sie sich davon?

Da lasse ich mich überraschen!

Herr Sonnleitner, Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Wenn auch Sie eine Innovation voran treiben wollen, wir helfen Ihnen dabei!

Melden Sie sich bei uns für ein Chancengespräch!

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